| Die Geschichte des Schwimmsports in Wörgl |
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Im Jahr 1908 - also vor über 100 Jahren - wurde das erste Wörgler Schwimmbad vom Verschönerungsverein an der Wildschönauerstraße am Wörgler Bach vor der Mühltalklamm errichtet. In erster Linie sollte Wörgl damit für den Fremdenverkehr attraktiver werden! |
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2 Jahrzehnte später errichtete wiederum der Verschönerungsverein Wörgl - tatkräftig unterstützt von den Mitgliedern des Wörgler Turnvereins - ein neues Bad in der Augasse. Die offizielle Eröffnung fand im Frühsommer 1927 statt. Im Jahre 1928 wird in den Protokollen des Turnvereins von einem Werbeschwimmen berichtet. Dieses Bad hatte bereits ein wettkampfgerechtes 25 m-Becken. Anfangs der 30iger Jahre bestand in Wörgl auch ein Schwimmclub - die "Schwimmriege des Wintersportvereins Wörgl", deren Mitglieder bei Tiroler Meisterschaften für "Vereine ohne Hallenbad" an den Start gingen und zum Teil sehr schöne Erfolge feierten. Dieses Schwimmbad in der Augasse erfüllte seinen Zweck bis zur Eröffnung des neuen Freibades am Madersbacherweg im Jahre 1976. |
| Zwar wurde bereits 1954 bei der Vollversammlung des Fremdenverkehrsvereines der Ruf nach einem neuen Schwimmbad laut, aber es sollten noch Jahre vergehen, bis es zu einem Neubau kam. 1959 wurde darüber im Gemeinderat diskutiert, 1963 wurde ein Architektenwettbewerb für einen künstlichen See, auf dem man im Winter auch Eislaufen könnte, ausgeschrieben. 1964 wurde dafür ein eigener Ausschuss gegründet, aber die Hochwasserkatastrophe dieses Jahres ließ dieses Projekt in Vergessenheit geraten. 1969 wurden seitens der Stadt ein Freibad am Madersbacherweg, eine Schwimmbadanlage
im Lahntal oder ein Hallenbad im neuen Schulgebäudekomplex der Höheren
Schulen zur Diskussion gestellt. Mit dem Vorrang für Wörgl als
Schulstadt entschied sich der Gemeinderat am 7. Juli 1969 für die
Errichtung eines Hallenbades mit Sauna im Schulzentrum, das im Oktober
1973 eröffnet wurde. |
Mit diesen beiden Sportstätten, vor allem mit dem ganzjährig benützbaren Hallenbad, standen nun der Wörgler Jugend ideale Trainingsmöglichkeiten zum Schwimmen zur Verfügung. Aus einer interessierten Gruppe junger Mädchen am BRG Wörgl, die Schwimmen in einer Neigungsgruppe betrieben, entstand unter der Leitung von Mag. Helga Petzer 1976 die selbständige Sektion Schwimmen der Turnerschaft Wörgl - der "Schwimmclub Wörgl"! |
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Diese kleine Sektion entwickelte sich zu einem beachtlichen Verein, der vor allem auf die Jugendarbeit besonderen Wert legt, darin in Tirol jahrelang führend war und auch österreichweit beachtliche Erfolge aufweisen konnte. Viele Tiroler Meistertitel, Rekorde in der Allgemeinen Klasse und in den Jugendklassen, aber auch zahlreiche Titel und Medaillen bei Österreichischen Jugendmeisterschaften, bei Österreichischen Meisterschaften der Allgemeinen Klasse und bei Internationalen Meetings geben Zeugnis für eine gediegene Ausbildung der Jugend in diesem Verein. Erfolgreichste Schwimmerin des Vereins war Edith Kühlechner, die als Mitglied der Österreichischen Nationalmannschaft von 1987 bis 1990 unter anderem Österreichs schnellste Delphinschwimmerin war. Auch als Veranstalter von Schwimmwettkämpfen bewährt sich das Team der Sektion Schwimmen der Turnerschaft Wörgl! Hervorzuheben ist die Ausrichtung des "Unterländer Cups" seit 1977 und des seit 1979 alljährlich stattfindenden großen Internationalen TUK-Turnieres in Kufstein. Neu ist das erstmals 2003 im Erlebnisbad „Wave – die Wörgler Wasserwelt“ durchgeführte internationale „Wave-Meeting“. |
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Ein neues Kapitel in der Bädergeschichte Wörgls wurde ab dem Jahre 2000 geschrieben. Das gemeindeeigene Hallenbad im Schulzentrum wurde dem Bund übereignet, geschliffen und an seiner Stelle wurde eine Doppelturnhalle errichtet. Über den Neubau eines Hallenbades, über seine Lage und Ausstattung wurde fast ein Jahrzehnt diskutiert. Schließlich entschied der Gemeinderat mehrheitlich, nicht am Areal des bestehenden Freibades, sondern im Westen der Stadt ein neues Bad zu errichten. |
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Mit „Wave - der Wörgler Wasserwelt" entstand ein sehr schönes Erlebnisbad mit Wellenbecken und einem Freibadbereich, mit einer großzügigen Saunalandschaft, und - für den Schwimmclub besonders wichtig - ein eigenes Hallenbad mit einem wettkampfgerechten 25 m Becken mit 6 Bahnen. |